Fachschaft Wirtschaft


Studierende der BWL und der VWL an der FU

Studierenden ein Forum geben PDF Drucken E-Mail

Ergebnisse, weitere Materialien und aktuelle Zwischenberichte von Studierenden ein Forum sind unter den Materialien zum Download bereitgestellt.

Hintergrund

Logo Studierenden ein Forum

Zum Wintersemester 2006/2007 haben erstmals Bachelor-Studierende ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an der FU begonnen. Das stellt eine Herausforderung für den ganzen Fachbereich dar. Die neuen Studienstrukturen enthielten diverse Kinderkrankheiten, die behoben werden mussten. Die Komplexität des Bologna-Prozesses wurde sicherlich unterschätzt.

Unterschätzt wurde allerdings vermutlich auch, was das für die Studierenden bedeuten würde, die noch in den auslaufenden Studiengängen eingeschrieben waren. Im Wintersemester 2008/2009 waren immer noch etwa 70% der Studierenden am Fachbereich solche mit Abschlussziel Diplom. Dieser deutlichen Mehrheit wurde aber wesentlich weniger Aufmerksamkeit durch die offiziellen Gremien der Universität zuteil, was dazu führte, dass die Probleme an dieser Stelle zunahmen und die Studienbedingungen sich sukzessive verschlechterten.

Viele Diplom-Studierende fühlen sich mittlerweile ein wenig vergessen und verloren. Die Unsicherheit wächst, ob und wie das Studium regulär zu Ende geführt werden kann. Gleichzeitig fehlte lange eine organisierte Vertretung ihrer Interessen. Wenn überhaupt, dann traten einzelne Studierende für Einzelinteressen ein. Ein ganzheitlicher Lösungsansatz kam so nie zustande. Dadurch mangelte es den Professoren auch am Bewusstsein, welches Ausmaß die Probleme zwischenzeitlich angenommen hatten.

Studierenden ein Forum geben war daher das Motto, unter dem im Januar zwei Projekte am Fachbereich initiiert wurden. Sie sollten die Lücke füllen und den Diplom-Studierenden das Gefühl geben, tatsächlich doch beachtet und ernst genommen zu werden. Die Resonanz auf die Projekte war derart groß, dass selbst die Initiatoren davon überrascht wurden. Insgesamt nahmen etwa 300 von 1.500 Diplom-Studierenden am Fachbereich teil.

Problemforum WiWiss

Das Problemforum fand am 27. Januar 2009 zur Mittagszeit in einem Hörsaal des Fachbereichs statt. Dort sollten die dringenden Probleme aus studentischer Sicht gesammelt, aufgeschrieben und sortiert werden, um sie anschließend dem Dekan und dem Fachbereichsrat weiterzuleiten. Der Dekan selbst war ebenfalls anwesend.

Über einen Zeitraum von knapp zwei Stunden konnten insgesamt fünf Kernbereiche identifiziert werden, in denen sich die Probleme konzentrierten. Dabei entstand der Eindruck, dass viele der Probleme allein durch eine offenere und intensivere Kommunikationspolitik des Fachbereichs zu lösen wären. Schwierig stellt sich allerdings die Lage angesichts fehlender Lehrkapazitäten dar.

OpenBP - Die Blackboard-Umfrage

In der e-Learning-Plattform der FU Berlin wurde ein Kurs eingerichtet, der eine Umfrage zum Lehrangebot enthielt. Jeder Studierende konnte teilnehmen und detailliert seinen Lehrbedarf (an Wahlpflicht- und Wahlangeboten) in den einzelnen Prüfungsfächern angeben. Auch die persönliche Zeitplanung bis zum Studienende und der Bedarf an Seminar- und Diplomarbeiten in den jeweiligen Fächern wurde abgefragt.

Die Ergebnisse wurden insgesamt für den Fachbereich und lehrstuhlspezifisch ausgewiesen und den Studierenden ebenso wie allen Professoren am Fachbereich zur Verfügung gestellt. Für die Fächer wurden Indikatoren ermittelt, die in der Lage waren, eine überproportionale Nachfrage auszuweisen. Auf diese Weise konnten die relevanten Engpässe im Studienangebot offen gelegt werden.

Sprechstundentour

Ansatzpunkt von Studierenden ein Forum war es, die Stimmung unter den Studierenden aufzunehmen. Grundprinzip ist eine partnerschaftliche Umsetzung aller Maßnahmen mit den Professoren. Im Mai 2009 stellten wir jedoch fest, dass uns hierfür ein Verständnis für die Bedürfnisse und Vorbehalte der Professoren fehlt und wir nicht wissen, wie wir bislang wahrgenommen werden. Und was.

Ein studentisches Team hat daraufhin das Gespräch mit allen Professoren gesucht. Nach drei Wochen und über 20 Gesprächen wurden die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet und in einer pdf-Datei zusammengefasst. Wichtigste Erkenntnis war die positive Einstellung aller Professoren zur Initiative. Andererseits legte die Tour offen, dass die strukturellen Probleme (Lehrkapazitäten, Unterfinanzierung) grundlegende Veränderungen blockieren.

OpenBP 2.0 - Die Feinabstimmung

Ein Ergebnis der ersten Teilprojekte sollte eine Übersicht der geplanten Lehrveranstaltungen bis zum Wintersemester 2010/2011 werden. Die Planung fand seitens der Lehrstühle auf Basis des allgemeinen Bedarfs an Wahlpflicht- und Wahlpunkten statt. Es war jedoch klar, dass die konkreten angebotenen Kurse gegebenenfalls nicht zum individuellen Studienverlaufsplan passen würden.

Deshalb sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Umfrage im Rahmen von OpenBP durchgeführt werden. Anfang/Mitte Juli wurde das im Rahmen von OpenBP 2.0 umgesetzt. Studierende konnten dort ihr Feedback zur Lehrplanung geben, damit aufbauend darauf eine Anpassung und Feinabstimmung erfolgen konnte. Für OpenBP 2.0 wurde seinerzeit eine eigene Projektseite eingerichtet.

Ergebnisse

Zusammen mit den Auswertungen legten die Initiatoren der Umfrage auch ein Paket von 18 Vorschlägen vor, die zur Verbesserung der Studiensituation geeignet schienen. Das Paket war nach Themen und Prioritäten gegliedert und gab Empfehlungen und Hinweise zur Umsetzbarkeit und zum Zeithorizont der Umsetzung.

Der entscheidende Vorschlag bestand in der Einrichtung einer Taskforce im Auftrag des Fachbereichsrats, die mit Studierenden und Professoren gleichermaßen besetzt sein und an der Umsetzung der Vorschläge intensiv arbeiten sollte. Der Fachbereichsrat nahm diese Idee dankend auf. Außerdem wurden in Bezug auf diverse Probleme Informationen eingeholt. Mitunter stellte das Fehlen dieser Informationen schon das Problem an sich dar, so dass damit einem Teil der Studierenden bereits geholfen werden konnte.

Mit dem Abschluss von OpenBP 2.0 hat die Projektgruppe die Ziele durchgesetzt, die aus eigener Kraft erreicht werden konnten. Weitere Initiativen sind daher derzeit nicht vorgesehen. Ungeachtet dessen kümmert sich die Fachschaft als Ganzes weiterhin um die studentischen Interessen in allen Studiengängen, also auch im Diplom. Dazu gehören etwa studienfreundliche Regelungen über Nachholklausuren.. Weitere Informationen werden auf der Webseite der Fachschaft Wirtschaft an die Studierenden weitergereicht.

 
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